Bauchschmerzen im Zyklus besser verstehen statt einfach aushalten
Dein Zyklus ist kein Feind. Er ist ein hochsensibles System, das dir jede Woche Rückmeldung gibt - wenn du weisst, wie du hinhörst. Und die Ernährung ist eines der mächtigsten Werkzeuge, das du hast, um gezielt entgegen zu steuern. Doch was kannst du konkret gegen Zyklusbeschwerden tun?
Dein Zyklus hat 4 Phasen und jede fühlt sich anders an. Viele Frauen denken beim Zyklus erstmal nur an die Periode. Dabei ist die Menstruation lediglich eine von vier Phasen und dabei nicht immer die schmerzhafteste.
Diese sind:
- Menstruation
Beginn des Zyklus. Östrogen und Progesteron sind niedrig. Prostaglandine lösen Gebärmutterkontraktionen aus, was wir dann häufig als Krämpfe, Rückenschmerzen, Unterbauchschmerzen, Völlegefühl etc. wahrnehmen können.
- Follikelphase
Östrogen steigt, Energie kehrt zurück. Kaum Beschwerden.
- Ovulation
Eisprung. Wird häufig durch einen Mittelschmerz bemerkt.
- Lutealphase
Progesteron dominiert, der Körper bereitet sich auf die Periode vor was PMS (prämenstruelles Syndrom), Blähungen, Wassereinlagerungen , depressive Verstimmungen verursachen kann.
* Diese Liste ist keines Wegs komplett. Nur die Zyklusphasen sind alle aufgelistet. Falls du mehr wissen willst bin ich gerne in der Beratung für dich da. Dies soll nur als kleine Orientierung dienen.
Jede Phase hat also ihre eigene hormonelle Logik und genau deshalb reagiert dein Darm, dein Bauch und dein ganzer Körper jede Woche anders.
💡 Zykluskompass-Tipp: Beginne 3–5 Tage vor der Periode mit Magnesium (300-450 mg/Tag, vor dem Schlafen). Viele meiner Klientinnen berichten von deutlich schwächeren Krämpfen bereits im ersten Zyklus.
Ausserdem: Streiche in der Lutealphase Alkohol und reduziere Koffein konsequent. Beide belasten dann die Leber, wenn sie mit dem Östrogenabbau beschäftigt ist. Das verstärkt PMS-Symptome erheblich.
Häufige Fragen und Mythen:
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Rund um den Eisprung (ca. Tag 14) empfinden manche Frauen ein kurzes, einseitiges Ziehen im Unterbauch. Das ist der sogenannte Mittelschmerz. Er wird verursacht durch den Follikelriss und die Flüssigkeit, die dabei freigesetzt wird.
Er dauert meist nur Stunden und ist in der Regel harmlos. Tritt er jedoch sehr intensiv oder über mehrere Tage auf, kann das auf eine Zykluserkrankung hinweisen. Dann lohnt sich ein Gespräch mit einer Fachperson deines Vertrauens (z. B. Facharzt/Fachärztin für Gynäkologie).
(Hinweis auf Endometriose, Adenomyose, PCOS oder einer anderen Zykluserkrankung)
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Nicht jeder Schmerz ist durch Ernährung allein lösbar. Folgende Zeichen solltest du ernst nehmen und ärztlich abklären lassen:
• Sehr starke Regelschmerzen, die dich arbeitsunfähig machen oder im Alltag einschränken
• Schmerzen ausserhalb der Periode – beim Sex, beim Stuhlgang, beim Wasserlassen
• Schmerzen, die sich von Zyklus zu Zyklus verschlimmern
• Schmerzen, die mit ungewöhnlich starken Blutungen einhergehen
Falls du die Diagnose Endometriose, Adenomyose oder PCOS hast, kann ich dich gerne in Kombination zu einer fachärztlichen Behandlung begleiten. Ich ersetze keine ärztliche Untersuchung und stelle keine Diagnosen.
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Die Hauptschuldigen bei Menstruationskrämpfen heissen Prostaglandine. Das sind körpereigene Gewebshormone (lipidähnliche Botenstoffe), die die Gebärmutter zur Kontraktion anregen, damit die Schleimhaut abgestossen werden kann. Je mehr Prostaglandine, desto stärker die Krämpfe.
Was viele nicht wissen: Deine Ernährung beeinflusst, wie viele Prostaglandine dein Körper produziert.
Omega-3-Fettsäuren (Fischöl oder Algenöl. Die pflanzliche Vorstufe wäre z. B. Leinöl, Walnüsse, Hanfsamen) – wirken entzündungshemmend und bremsen überschiessende Prostaglandinproduktion (Studie)
Magnesium - Bei regelmässiger Einnahme entspannt es die glatte Muskulatur der Gebärmutter und kann die Prostaglandinproduktion auf natürliche Weise verringern; besonders gut in Kürbiskernen, dunkler Schokolade, Hülsenfrüchten
Zink - kann aufgrund seiner antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkung in der Gebärmutter helfen. (Studie zu Zink bei Dysmenorrhoe) Untersuchungen haben gezeigt, dass die Einnahme von 30 mg Zink, 1-3 x täglich für 1 - 4 Tage vor Beginn der Menstruation die Menstruationskrämpfe deutlich reduzieren kann.
Wärme von innen - Ingwertee, Kurkuma, Zimt, warme Suppen, gedünstetes Gemüse anstatt kalter Rohkost
Periodentee - Eine Mischung mit Gänsefingerkraut, Frauenmantel und Himbeerblätter kann unterstützen - beliebt in der Naturheilkunde, begrenzte Studienlage
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Nein :) Die Zyklusdauer ist von Frau zu Frau unterschiedlich und kann variieren. Zwischen 21 und 35 Tagen gilt der Zyklus als normal
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Die Aussage ist falsch und zählt zu den vielen Mythen die über den Zyklus und die Frau bestehen. Die Periode kann auch ohne Eisprung einsetzen und der Tag des Eisprungs kann variieren.
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Der Zyklus kann durch Faktoren wie Stress, Sport, Körpergewicht, Schichtarbeit, Reisen oder Infekte durcheinander gebracht werden.